Carsiana wurde 1964 von den Gründern Dr. Gianfranco Gioitti, Dr. Stanislao Budin und Prof. Livio Poldini gegründet. Dr. Gianfranco Gioitti kaufte das Land, stellte es zur Verfügung, beaufsichtigte über 40 Jahre lang den Aufbau des botanischen Gartens und war Horti Praefectus. Später trugen Dr. Fabrizio Martini und Eliseo Osualdini mit der anfänglichen Hilfe von Giovanni Kocman aus Sgonico zur Entwicklung und floristischen Bereicherung des Parks bei. Der Garten wurde mit dem Ziel konzipiert, die spontane Flora und Vegetation des Karstes zu sammeln, zu bewahren und zu illustrieren, jedoch in einem natürlichen Kontext. Der Garten beherbergt Pflanzenarten, die im Carso beheimatet sind, in ihren jeweiligen Lebensräumen, die an den Hängen der Doline wachsen, die ihn prägt.
Im Jahr 2002 wurde der Garten von der Provinz Triest erworben und am 1. Juli 2016 an die Autonome Region Friaul-Julisch-Venetien übertragen.
Wartungsarbeiten, die mit der Nutzung, der Kommunikation und der Förderung des Gartens zusammenhängen, werden ausgelagert. Seit dem 19. Dezember 2018 ist die Verwaltung von Carsiana tatsächlich der Genossenschaft Rogos anvertraut worden.
In dem 5.000 Quadratmeter großen botanischen Garten werden etwa 600 floristische Arten gesammelt. Das Gebiet wurde ausgewählt, weil in dem schmalen Landstreifen alle wichtigen geomorphologischen Formen des Karstgeländes mit den dazugehörigen Pflanzenformationen natürlich vertreten sind. Die natürliche Beschaffenheit des Gartens ermöglichte es, die botanische Ausstellung nach ökologischen Merkmalen und nicht nach systematischen Gesetzen zu strukturieren und so ein intuitiveres Verständnis für die Verbindung zwischen Vegetation, Klima und Geologie zu schaffen. Carsiana soll also eine „Synthese der Karstlandschaft“ sein, die dem Besucher ein umfassendes Bild der wichtigsten ökologischen Aspekte des Gebiets vermittelt.
Die Umgebungen, denen der Besucher in Carsiana begegnet, sind:
> karstiges Buschland
> Bohlen
> Karstwald
> karstige Heidelandschaft
> Küstenklippen
> Dolinenwald
> Bergkarst
> Wasserkörper
> Karstbrunnen
> mediterraner Garten
Die Ausstellung wird durch eine Reihe von Beeten ergänzt, die wilden Heilpflanzen des Karstes, essbaren Wildpflanzen, Hecken und graminoiden Kräutern gewidmet sind.